Katarina Aerni fotografiert mit einer Camera Obscura, eine kleine Schachtel mit Loch als Linse. Für die Herstellung eines Bildes bewegt sich Aerni in einer Landschaft, macht eine erste Aufnahme und verändert die Kameraposition. In jeder weiteren Aufnahme überlagert sie die Vorgehende. So baut sich die Bildkomposition auf zum endgültigen Bild. Erst die Entwicklung des Filmes macht den Ablauf als Fotografie sichtbar. So wird in der Vorstellung die Wahrnehmung verdichtet. Das Wesen eines Baumes oder einer Landschaft wird, wie bei asiatischen Maltechniken aus früheren Jahrhunderten, in seinem Kern erfasst. Das Interesse gilt nicht der exakten Wiedergabe der Natur sondern dem Wahrnehmen von Stimmungen. |